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Wir beurteilen wirtschaftliche Zahlen oftmals lediglich der Höhe nach. So wird z.B. eine Gehaltssteigerung von 2% als hoch oder gering eingestuft. Wenn im gleichen Zeitraum die allgemeine Preissteigerung auch bei 2% liegt, ergibt sich genau genommen durch das höhere Gehalt überhaupt kein wirtschaftlicher Effekt. Die Kaufkraft des Einkommens bleibt identisch. Eine Freude über das gestiegene Einkommen wäre damit vollkommen unbegründet.

Identisch verhält es sich mit Zinsen. Die Kaufkraft des Sparkapitals verändert sich bei einer Verzinsung von 2% und einer Inflation von ebenfalls 2% überhaupt nicht. Deshalb lohnt sich ein Blick auf die inflationsbereinigte – d.h. um Preissteigerungen korrigierte – Zinsentwicklung. Je nach Anlagedauer und Vertrauenswürdigkeit des Geldnehmers ergibt sich hier ein etwas anderes Bild.