MEINUNGEN & STANDPUNKTE

Manchmal sind es kleine Veränderungen in der Sichtweise, die ein Stück weiterhelfen. Hier finden Sie ein paar Anregungen zu unterschiedlichen ökonomischen Themen.

Eine Solide und nachhaltige Kapitalanlage ist im Grunde kein Hexenwerk. Es erfordert ein gutes Verständnis ökonomischer Zusammenhänge und einen klaren Blick für die Bedürfnisse des Anlegers.

Dabei kann man sich von folgenden grundlegenden Fragen leiten lassen:

  1. Grundlegende Analyse der Ist-Situation: Wie ist das Vermögen momentan strukturiert? Welche Gründe gab es dafür in der Vergangenheit? Welche Erfahrungen liegen vor?
  2. Welches Ziel soll die Anlage zukünftig verfolgen und was ist man bereit dafür aufzugeben?
    Ein möglichst langfristig stabiler Ertragsverlauf steht beispielsweise meist in Konkurrenz zur Realisierung kurzfristiger Spitzenrenditen. Vielleicht gibt es neben Rendite und Risiko auch noch weitere wichtige Vorgaben (z.B. Zugriffsmöglichkeiten, ethisch-moralische Anlagegrundsätze, Passgenauigkeit zu einem bestehenden Geschäftsmodell, etc.)?
  3. Wie soll die Zielerreichung gemessen werden?
    z.B. in absoluten Werten hinsichtlich Durchschnittsertrag und Schwankungsintensität oder im relativen Vergleich zu anderen Anlagestrategien
  4. Mit welchen Mitteln soll das Ziel verfolgt werden?
    z.B. Auswahl und Aufteilung der Anlageklassen, Laufzeiten, Ausfallrisiken, regionaler oder sachbezogener Schwerpunkte

Wichtig ist, diese Schritte immer wieder kritisch zu reflektieren und bei Bedarf entsprechend anzupassen.

Menschliches Verhalten ist vielfach von unbewussten Einflüssen geleitet. Dies macht das Leben spannend. Denn würden wir alle vollkommen rational agieren, wäre unser Verhalten sehr leicht vorhersehbar. Gerade dies würde natürlich vieles in der Interaktion vereinfachen, weshalb sich einige Führungskräfte, Verkäufer oder auch Eltern mehr Rationalität bei ihrem Gegenüber wünschen.

Nun ist unser Verhalten aber auch nicht vollkommen chaotisch. Es folgt gewissen Mustern, die seit Jahrzehnten wissenschaftlich erforscht werden – auch von Ökonomen im Rahmen der Verhaltensökonomie.

Wie rational ist unser Verhalten?

Wir beurteilen wirtschaftliche Zahlen oftmals lediglich der Höhe nach. So wird z.B. eine Gehaltssteigerung von 2% als hoch oder gering eingestuft. Wenn im gleichen Zeitraum die allgemeine Preissteigerung auch bei 2% liegt, ergibt sich genau genommen durch das höhere Gehalt überhaupt kein wirtschaftlicher Effekt. Die Kaufkraft des Einkommens bleibt identisch. Eine Freude über das gestiegene Einkommen wäre damit vollkommen unbegründet.

Identisch verhält es sich mit Zinsen. Die Kaufkraft des Sparkapitals verändert sich bei einer Verzinsung von 2% und einer Inflation von ebenfalls 2% überhaupt nicht. Deshalb lohnt sich ein Blick auf die inflationsbereinigte – d.h. um Preissteigerungen korrigierte – Zinsentwicklung. Je nach Anlagedauer und Vertrauenswürdigkeit des Geldnehmers ergibt sich hier ein etwas anderes Bild.

Mit diesem kleinen Restschuldrechner können Sie ein Gefühl dafür entwickeln, wie sich die Restschulden Ihrer Finanzierung in Abhängigkeit von der zukünftigen Zinsentwicklung darstellen.

Restschuldrechner